Häufig gestellte Fragen – FAQ

Ab vier Bäumen versenden wir diese als Paket mit den üblichen Versanddienstleistern. Wir können allerdings nur kleine Bäume (Bis etwa 1,5m Höhe) versenden.
Ab einem Auftragswert von 600€ können wir für größere Mengen oder große Bäume gegebenenfalls eine Spedition beauftragen.
Sie können die Bäume bei uns in abholen. Hier (Link) finden Sie den genauen Standort unserer Baumschule. Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin mit uns,  da wir nicht jeden Tag vor Ort sind.

Die kurze Antwort:


Bei der Esskastanie: Nein. Bei Edelkastanien muss man immer zwei Bäume pflanzen, die sich gegenseitig bestäuben.
Bei der Walnuss: Ja. Es gibt selbstbestäubende Sorten.


Die lange Antwort:

Esskastanien sind auf Fremdbestäubung angewiesen, ansonsten bleiben die Früchte hohl. Es gibt zwar selbstbestäubende Sorten, diese Empfehlen wir jedoch aus verschiedenen Gründen nicht. Die zwei bestäubungsfähigen Bäume sollten maximal 100m voneinander entfernt sein um eine zuverlässige Bestäubung, die sowohl über Wind als auch über Insekten erfolgt, zu gewährleisten.
Einige Sorten der Esskastanie sind steril und produzieren keinen männlichen Pollen. Diese Sorten können also nur eingesetzt werden, wenn Sie mehr als zwei Bäume pflanzen. In unserem Katalog haben wir für jede Sorte angegeben, ob Sie eine Bestäuberin ist.

Walnüsse und Esskstanien werden, Abhängig vom Standort und der Sorte, etwa 8 bis 25 meter hoch und 7 bis 20 meter breit.

Die kleinsten Sorten bei der Esskastanie sind Bouche de Betzizac, Precocce Migoule und Merle mit ungefähr 8*8m.

Besonders in den ersten Jahre nach der Pflanzung ist es wichtig, den Bäumen optimale Startbedingungen zu bieten. Dazu gehört

1) Ausreichende Wasserversorgung. Auch wenn die Esskastanie und Walnussals als Trockentolerant gelten, sollten die Bäume in den ersten Jahren regelmäßig bewässert werden, insbesondere im heißen und trockenen Sommer. Die Wurzeln reichen ja zu beginn noch nicht in die Tiefen Bodenschichten. Pro Gießgang lieber mehr statt weniger gießen, damit werden die Wurzeln in tiefe Bodenschichten erzogen. 30-60l pro Baum pro Gießgang können Sie als Richtwert nehmen.

2) Konkurrenzfrei halten. Halten Sie den Boden in einem 70cm großen Radius um den Baumstamm komplett frei von Bewuchs. Dulden Sie auch kein Gras. Die Bäume sind zu beginn nicht konkurrenzstark und jegliche Vegetation entzieht den Bäumen Wasser und Nährstoffe. Am besten bewerkstelligen Sie das mit einer Hacke. Alternativ können Sie auch eine dicke Schicht Mulch anbringen. Bedenken Sie aber: Mulch kann ein gutes Habitat für Wühlmäuse darstellen, beim Zersetzungsprozess Nährstoffe entziehen und mit Unkrautsamen kontaminiert sein.

3) Baum anbinden. Verhindert ein abreißen der Feinwurzeln durch den Wind.

4) Düngen. Geben Sie ihrem Baum regelmäßig Nahrung. Eine gute Versorgung erkennen Sie an handtellergroßen, speckig bis ledrig glänzenden, satt dunkelgrünen Blättern ohne Flecken. Als Dünger können Sie einen ausgewogenen Volldünger oder Kompost bzw. Mist verwenden. Bei Kompost und Mist sollten Sie aber darauf achten, dass dieser sehr gut verrottet ist, sonst kann er dem Baum mit seinen aggressiven Exudaten schaden.

5) Behutsamer Schnitt. Siehe ‘Wie schneide ich die Bäume?’

Wir können an dieser Stelle nur einen Überblick geben. Im Zweifel konsultieren Sie bitte ausgebildete Obstbaumwärter.

  1. Zeitpunkt: Schneiden können Sie die Esskastanie von November bis Juli. Die Walnuss nur zwischen April und Juli.
  2. Grundprinzip: Wir gehen bei diesen Arten nach dem Prinzip der ‘vorgreifenden Ästung’ vor – der Grundgedanke: Man greift frühzeitig ein, statt Probleme erst entstehen zu lassen.
  3. Leittrieb definieren: Zuerst wird festgelegt, welcher Trieb sich zum zentralen Leittrieb entwickeln soll.
  4. Konkurenztriebe entfernen: Anschließend schneidet man gezielt nur die Triebe heraus, die dem Leittrieb Konkurrenz machen – insbesondere solche, die sehr steil (spitzwinklig) stehen, sowie Triebe, die im Durchmesser zu stark zulegen und so später selbst zu dicken, problematischen Ästen würden.
  5. Faustregel Blattmasse: Pro Schnitt sollten Sie dem Baum maximal ein Drittel seiner Blattmasse entnehmen. Ein stärkerer Eingriff schwächt den Baum spürbar und begünstigt zudem Sonnenbrand am nun freiliegenden Stamm, da der schützende Kronenschatten fehlt.
  6. Faustregel Wundgröße: Eine Schnittwunde sollte nie mehr als die Hälfte des Stammdurchmessers an dieser Stelle einnehmen. Größere Wunden schließen schlecht und werden zu Eintrittspforten für Fäulnis und Krankheitserreger. Zu dicke Äste werden Sie folgendermaßen los: Der Ast wird zunächst nicht entfernt, sondern auf einen schwächeren Seitentrieb zurückgeschnitten, der die Funktion übernimmt und dem Ast Wuchskraft entzieht. In den folgenden Jahren wird der verbleibende Aststummel dann Stück für Stück weiter eingekürzt, bis er ganz entfernt werden kann – immer unter Einhaltung der Wundgrößen-Regel.

Die Pflanzsasion geht jährlich etwa von Mitte November bis etwa mitte April. Nur, wenn gerade Frost herrscht, sollte man nicht pflanzen!
Sobald die Bäume ihr Laub abgeworfen haben und solange, bis sie im Frühjahr wieder austreiben, ist die Pflanzzeit. Desto eher im Herbst man jedoch pflanzt, desto mehr Zeit hat der Baum, sich vor dem Blattaustrieb schonmal am neuen Standort zu bewurzeln.

Vermutlich handelt es sich bei dem Angebot um Sämlinge. Wenn Sie sich nicht sicher sind, worin der Unterschied zwischen Sämlingen und Sorten liegt, können Sie hier (Link) mehr darüber erfahren.

Das Ausschlusskriterium für Esskastanien sind Staunässe und Kalkreiche Böden. Esskastanien bevorzugen mäßig trockene bis frische und sonninge Standorte mit humosen, sandig- steinigen und lehmigen, gut durchlüfteten Böden. Der pH-Wert sollte zwischen 4 und 7,5 liegen. In den ersten Jahren sollte der Boden um den Baum völlig frei von Bewuchs gehalten werden und der Baum sollte regelmäßig gewässert werden.

Mäßig trockene bis feuchte, nährstoffreiche und durchlässige Böden werden von der Walnuss bevorzugt. Sie gedeiht am besten an sonnigen Standorten und bei einem pH-Wert von 5,5 bis 8,5. In den ersten Jahren sollte der Boden um den Baum völlig frei von Bewuchs gehalten werden und der Baum sollte regelmäßig gewässert werden.

An der Form der männlichen Blüten. Wenn die Blütenähren so aussehen, wie in diesem Bild, dann produziert die Pflanze Pollen. Wenn sich dort keine weißen Pollen an länglichen Antennen befinden, ist die Pflanze vermutlich steril.